Warum müssen heute die Pflanzen an der Wand wachsen?
Drei Wege zu einer Wandbegrünung

Die Frage nach „WARUM Pflanzen an der Wand?“ ist leicht zu beantworten:
- Der Wunsch nach Neuem, einem Statussymbol oder einem passenden Produkt für innovative Arbeitsplatzgestaltungen.
- Große, flächige Wirkung, ohne Wohnfläche oder Arbeitsfläche zu verlieren, Präsentation eines nahezu zweidimensionalen „Dschungels“ an der Wand.
- Chemophysikalische und psychische Funktionen wie Luftverbesserung, Schallschutz und Stressreduktion.
WIE funktioniert die Wandbegrünung und welche Möglichkeiten gibt es?
Erster Weg: die „echte“ Wandbegrünung

Es gibt die unterschiedlichsten Systeme: Das Angebot zur Wandbegrünung reicht von hoher Automatisierung und aufwendiger Technik bis zum Prinzip „keep it simple“. Allen Systemen gleich ist der hohe Pflanzenbedarf pro Quadratmeter, der den jeweiligen Preis bedingt.
Einen Quadratmeterpreis zu nennen, ist schwierig, da er nicht nur von der Systemwahl, sondern zum Beispiel auch von der Gesamtgröße abhängig ist. Fast jede Wand benötigt eine zusätzliche Belichtung mit speziellem Pflanzenlicht; die Anschaffung einer Anlage gehört mit zu den Kosten einer Begrünung.
Ich wage an dieser Stelle die Aussage, dass es am Ende fast immer auf einen Betrag von über 1.000 €/m² netto hinausläuft.
- Idee der Wandbegrünung konkretisieren.
- Recherche, welches Begrünungssystem das richtige für meine Idee ist. Wer projektiert das Vorhaben, baut die Wand auf, koordiniert die Lichtplanung und bietet die Wartung und regelmäßige Pflege an?
- Bautechnische Voraussetzungen prüfen; meistens wird die Anlage fest mit dem Bauwerk verbunden. Übergabe der Gewerke festlegen, z. B. die der Klempnerei.
- Punkt 1 gegebenenfalls anpassen, überarbeiten.
- Budgetierung mit belastbaren Zahlen. Lichtanlage, Strom- und Pflegekosten nicht vergessen.
- Wartungs- und Pflegeplan, Fachleute vor Ort?
Zweiter Weg: Wandbegrünung mit konservierten Moosen

Es handelt sich um ein Naturprodukt, das schonend aufbereitet und stabilisiert wurde. Große Moosflächen strahlen die meditative Ruhe eines Moosbettes im Wald aus. Kreative Floristen und Floristinnen gestalten abwechslungsreiche und aufregende Arrangements mit stabilisierten Pflanzen. Die Kosten für eine Mooswand beginnen bei etwa 550 €/m² netto; aufwendig gestaltete „Dschungellandschaften“ können schon mal deutlich über 1.000 €/m² netto kosten. Günstiger sind vorgefertigte Moosbilder, die genauso wie ein Bild aufgehängt werden. Das Moos ist konserviert, das heißt, es muss nicht befeuchtet werden und erhöht auch nicht aktiv die Luftfeuchtigkeit. Unterschätzen Sie jedoch nicht den Placebo-Effekt!
- Idee der Wandbegrünung konkretisieren.
- Gestaltungstyp auswählen. Extras, wie zum Beispiel eine Logogestaltung, prüfen. Zertifiziertes Moos verwenden, um Kontamination oder schädliche Konservierungsstoffe auszuschließen. Begrenzte Einsatzmöglichkeit stabilisierter Farne beachten.
- Budgetierung mit Montagekosten, individuelle Anpassungen nicht vergessen.
- Punkt 1 gegebenenfalls anpassen, überarbeiten
- Terminplanungen; bei Sonderanfertigung lange Lieferzeiten beachten.
- „Moosanfänger“ auf den Geruch der neuen Wand vorbereiten. Er ist übrigens ungiftig und verschwindet mit der Zeit.
Dritter Weg: Alternative Lösungen für eine Wandbegrünung
Ein Klassiker ist die Europalette. Wir haben sie für den Innenraum modifiziert und mit wasserdichten Einsätzen versehen, in die pflegeleichte Hydrokulturpflanzen gesetzt wurden. Da die Holzpalette an sich dekorativ ist, muss die Wand nicht komplett mit Pflanzen gefüllt werden. So bleiben die Kosten bei etwa 280 €/pro Palette netto im Rahmen. Grundsätzlich kann man alles Mögliche an die Wand schrauben und dann bepflanzen – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Die sozialen Netzwerke Pinterest und Instagram zeigen umfangreiche und interessante Anregungen. Vertrauen Sie jedoch nicht blind den schönen Bildern; viele Ideen sind kurzlebige, schwer zu pflegende Konstruktionen.
- Inspirationssuche, zum Beispiel bei Pinterest, Instagram usw., Konkretisierung der Idee.
- Überprüfung der Tauglichkeit, zum Beispiel hinsichtlich der Wasserdichtigkeit und Pflegemöglichkeit. Pflanzenauswahl planen und Gefäßgrößen abklären.
- Achtung! Ein günstiges Ausgangsprodukt kann durch Modifizierungen wieder teuer werden.
- Punkt 1 und 2 eventuell anpassen, überarbeiten.
- Terminplanung
- Pflegeplan erstellen. Suche nach fachlicher Unterstützung.
Die Qual der Wahl – es führen viele Wege zu einer grünen Wand.















